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Die Stadt Zell - römische Gründung an der Moselfuhrt

Zell war immer schon, allein wegen des Namens (=cella) für eine römische Gründung gehalten worden, obwohl es im Stadtkern keine konkreten Baureste gab. Erst 1978 wurden bei Kanalisationsarbeiten umfangreiche Funde in der Stadt selbst gemacht, die sicherstellen, daß Zell schon zur Römerzeit besiedelt war. Es fanden sich die Reste einer Badeanlage, die - wie damals üblich - mit einer Hypokausten-Heizung ausgestattet war. Das Badegebäude hatte Ausmaße von mehr als 10 x 20 m und lag im Bereich Oberstraße, Käsgasse, Mariengasse.
Auch der berühmte Merian hat Zell und das Kurfürstliche Schloss gezeichnet (1636)

Im gleichen Jahr noch fand man nur 150 m weiter ein längeres Stück römischer Straße mit Siedlungsspuren. Zwischen den römischen Hauptstraßen Trier-Mainz und Trier-Andernach gab es eine wichtige Verbindung, die von Wittlich nach Simmern führte und zwischen Zell und Kaimt die Mosel auf einer Furt querte. Als römische Straßenstation mit Lagerhäusern (cellae), möglicherweise auch mit einem Hafen, ist Zell entstanden.
Im 19.Jh. wurden die romantischen Seiten der Mosellandschaft entdeckt. Hier eine Bodmer-Aquatinta von Zell (ca.1840).

  

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