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Kleine Geschichte des Zeller Schlosses (II)

Eine Freitreppe führt vom umschlossenen Schloßhof zum neuen Saal. Im 18. Jahrhundert nimmt ein Verbindungstrakt zwischen den beiden bestehenden Bauteilen diese Treppe auf.
Das verschieferte Fachwerk-Obergeschoß mit den Turmhauben und dem geschweiften Giebel entsteht neu. Der alte Bau muß einen neuen Eingang erhalten (jetzt Hoteleingang). Eine Balustrade im 4. Stock schafft Verbindung zwischen den beiden Türmen. So schufen hier feinsinnige Baumeister als lebendigen Ausdruck des Übergangs vom Mittelalter zur Neuzeit einen der schönsten Profanbauten im Moseltal.

1803 - nach dem Zusammenbruch der Kirchenstaaten im Rheinland - kam im Zuge der Säkularisation (für 3800 französische Goldfranken) das Kurfürstliche Besitztum in private Hand. - Der älteste Teil ist seit 1948 von seinem heutigen Besitzer in den Dienst der Gastlichkeit gestellt worden. Der frühere Trutz- und Schutzbau, ein schlichter ländlicher Herrensitz, hat wieder eine ganz gegenwärtige Aufgabe in dem geschichtsreichen Reiseland an der Mosel. Wo 1521 Kaiser Maximilian und 1847 Friedrich Wilhelm IV. , der König von Preußen, Einkehr hielten, kann heute jedermann ein Gast sein.
Schloß Zell im 20. Jahrhundert

Ein gepflegtes Gästehaus bietet einen überaus gemütlichen Aufenthalt und überrascht mit seinen Innenräumen den Besucher. Vergangenheit und Gegenwart finden sich in schöner Harmonie beisammen, Ruhe und Beschaulichkeit verbreiten die Gestalten der an der Mosel sehr verehrten Heiligen Martin und Johannes (Wein-Heiliger); St. Urbanus, der Patron der Reben zieht die Blicke der Besucher auf sich, um alles zu sagen: Hier kannst Du die Hast unserer Zeit vergessen, hier kannst Du noch mit Bedacht und Ruhe genießen. Wer mit Dankbarkeit und Andacht Wein trinkt, der betet.

In den Jahren 1995 und 1996 wurde das Konzept eines kleinen, aber feinen Hotels verwirklicht. Im Erdgeschoß befindet sich die Emfpangshalle mit der Rezeption sowie die Küche, das Restaurant und der Gesellschaftsraum. Im ersten und zweiten Stock sind die Hotelzimmer untergebracht. Unter dem Dach befindet sich eine kleine Wohnung für das Betreiber-Ehepaar. Von außen durch einen seperaten Eingang gelangt man in eine sehr kleine, noch nicht renovierte Synagoge. Wohl einmalig, daß sich eine Synagoge und eine Kapelle in einem Haus befinden, nur durch eine Wand getrennt. Stadt, Land und der weite Umkreis freuen sich schon auf den Tag der Wiedereröffnung. Das Nebengebäude besteht sonst noch aus einer Scheune, in die man zwei schöne Ferienwohnungen einbauen könnte.

weiter Bauzeichnung des Hotel Schloss Zell

  

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